EINSATZBEREICH & DEFINITION: Zinkenfräser sind Spezialwerkzeuge für die Holzbearbeitung zur Herstellung von Zinkenverbindungen (schwalbenförmige Verbindungen) in Massivholz, MDF, Spanplatte und Holzwerkstoffen. Sie erzeugen formschlüssige, hochbelastbare Verbindungen für Schubladen, Rahmen, Korpusse und Massivholzmöbel.
AUSFÜHRUNGEN & WINKEL: Verfügbar in 5°, 10° und 15° Neigungswinkel – je steiler der Winkel, desto größer die Hinterschneidung und Haltekraft der Verbindung. WPL-Ausführungen mit Wendemesser für einfachen Schneidenwechsel ohne Nachschleifen, Vollhartmetall-Ausführungen für höchste Präzision und Standzeit.
SCHNEIDSTOFF & QUALITÄT: Hartmetall (HW) und Vollhartmetall (VHM) – optimiert für saubere, ausrissfreie Schnitte in Holz und Holzwerkstoffen. Z2 Rechtslauf. In Europa gefertigt nach höchsten Qualitätsstandards.
MASCHINENEIGNUNG: Geeignet für Oberfräse, Tischfräse, CNC-Maschinen und Bohrautomaten mit passender Spannzange (Schaft 6, 8 oder 12 mm). Die ARUNDA®-Ausführung wird mit Gewindeschaft M12 x 1 direkt in das ARUNDA®-System eingeschraubt – kein Spannfutter nötig.
SORTIMENT & ABMESSUNGEN: Durchmesser Ø 4,3 bis 39,5 mm, Arbeitslängen 5 bis 31,5 mm, Gesamtlängen 50 bis 70 mm. WPL-Ausführungen mit austauschbaren Wendemessern für wirtschaftlichen Dauerbetrieb.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen 5°, 10° und 15° Zinkenfräsern?
Der Winkel bestimmt die Neigung der Zinkenflanken. 5° ergibt eine flachere, optisch dezentere Verbindung. 15° erzeugt eine steilere Hinterschneidung mit höherer Zugfestigkeit. 10° ist der universelle Kompromiss für die meisten Anwendungen.
Was ist ein WPL-Zinkenfräser?
WPL steht für Wendeplatten-Ausführung. Statt den gesamten Fräser nachzuschleifen, wird nur das Wendemesser gedreht oder getauscht. Der Fräsdurchmesser bleibt dabei exakt erhalten – keine Neueinstellung der Maschine nötig.
Für welche Holzarten sind die Fräser geeignet?
Massivholz aller Art, MDF, Spanplatte, Multiplex und beschichtete Platten. Für Hartholz (Eiche, Buche, Esche) empfehlen sich VHM-Ausführungen oder WPL mit Hartmetall-Wendemessern.
Welche Maschine brauche ich?
Oberfräse oder Tischfräse mit passender Spannzange (6, 8 oder 12 mm). Für Serienfertigung empfiehlt sich eine Tischfräse oder CNC-Maschine für reproduzierbare Ergebnisse. Die ARUNDA®-Ausführung (Ø 39,5 mm, Schaft M12 x 1) wird direkt in das ARUNDA®-System eingeschraubt – kein Spannfutter erforderlich.
Wie oft kann ich ein Wendemesser wenden?
Ein zweischneidiges Wendemesser lässt sich einmal wenden (2 Schneidkanten). Danach wird es ersetzt. Die passenden Ersatzmesser sind separat erhältlich.
Kann ich Zinkenfräser nachschleifen?
VHM-Fräser können vom Schärfdienst nachgearbeitet werden. WPL-Fräser werden nicht nachgeschliffen – stattdessen werden die Wendemesser getauscht, was schneller und wirtschaftlicher ist.













